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Die Roma Instaurata des Biondo Flavio

 

DFG-Projekt

Die Roma Instaurata des Biondo Flavio (1392–1463). Kritische Edition und Kommentar.

Dieses Projekt setzt sich zum Ziel, eine kritische Edition der Roma instaurata des italienischen Humanisten Biondo Flavio zu erstellen sowie ihre literarische, geistesgeschichtliche und wissenschaftshistorische Bedeutung in einem begleitenden Kommentar zu erhellen. Die Roma instaurata ist die erste umfassende und systematische Darstellung der Topographie und Altertümer des antiken Rom in der Frühen Neuzeit und besitzt aus zwei Gründen einen besonderen Stellenwert: Zum einen wertet Biondo ein bis dahin nicht erreichtes Spektrum an sowohl literarischen als auch archäologischen Quellen aus und entwickelt eine topographische Methode, die für zwei Jahrhunderte maßgeblich bleiben wird. Zum anderen diente dieser Text als ideologische Unterstützung für die renovatio Urbis, die von Papst Eugenius IV. eingeleitet wurde und ein wesentliches Element der päpstlichen Programmatik in der Renaissance und im Barock darstellte. Die dringend notwendige Erstellung einer verlässlichen, modernen Edition und die dadurch ermöglichte detaillierte Analyse des Traktates werden zu einem besseren Verständnis der Eigenart der Renaissance in Rom einerseits und der ersten Blüte der antiquarischen Studien in der Frühen Neuzeit andererseits wesentlich beitragen. Durch die geplante Gesamterschließung wird dieses Werkes nutzbar gemacht für Fragestellungen der Klassischen Latinistik, der Klassischen Archäologie sowie der historischen und literaturhistorischen Renaissance- und Humanismusforschung.

 

Förderung

Das Projekt wird seit Januar 2012 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die geplante Bearbeitungszeit beträgt drei Jahre.

 

Beteiligte Forscher

Prof. Dr. Marc Laureys (Bonn), Dr. Fabio Della Schiava (Bonn)

 

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